ESSDE-ARBEITSGRUPPE FÜR HOCHSCHULBILDUNG

Am 12. Februar 2020 trafen sich Mitglieder von EFEE und ETUCE in Brüssel zum Treffen der ESSDE Policy Working Group on Higher Education. Das Treffen wurde mit einer Grundsatzrede von Professor Max Scheja, Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Universität Stockholm, über studentisches Lernen und den Begriff der Wissenschaft des Lehrens und Lernens in der Hochschulbildung eingeleitet. Prof. Scheja identifizierte die unterschiedlichen Lernmethoden der Studenten als einen der Schlüsselfaktoren, die die Art und Weise, wie die Lehre in der Hochschulbildung organisiert werden sollte, bestimmen. Durch das Sammeln von empirischen Daten über die Erfahrungen der Studenten mit dem Studium in der Hochschulbildung wollte er über die Beziehung zwischen Zeit, Lernen und Verstehen in Bezug auf die Lehre in der Hochschulbildung nachdenken.

Im Anschluss an die Grundsatzrede wurde das Treffen mit einer Plenardebatte über die Rolle von Lehre und Forschung im akademischen Bereich fortgesetzt. Die Debatte wurde durch drei Präsentationen von zwei EFEE Mitgliedern und einem EGBW-Mitglied aus dem Hochschulbereich eingeleitet. Zunächst stellte Johan Huysse von VSNU (Niederlande) das Positionspapier "Room for everyone's talent" der niederländischen Hochschulverbände vor. Anschließend stellte Dita Štefenhagena von LIZDA (Lettland) den Teilnehmern das Forschungspapier "For decent working conditions of academic staff at Higher Education Institutions in Latvia" vor. Schließlich beleuchtete Heikki Holopainen von FEE (Finnland) die Rolle von Lehre und Forschung in der finnischen Wissenschaft anhand des Good-Practice-Beispiels der "Teachers' Academy" an der Universität Helsinki.

Anschließend gab Marc Goffart (Europäische Kommission, DG EAC, B.1, Higher Education) ein Update zur ET2020 Working Group on Higher Education und gab weitere Einblicke in die Prioritäten der neuen Europäischen Kommission für diesen Sektor. In Bezug auf das erstgenannte Thema wurde speziell auf den Peer-Learning-Besuch der Arbeitsgruppe in Zypern zum Thema Akademische Integrität im Oktober 2019 hingewiesen. In Bezug auf letzteres erläuterte Herr Goffart das Arbeitsprogramm 2020 der Europäischen Kommission sowie die Prioritäten von Bildungskommissarin Mariya Gabriel für den Hochschul- und Forschungssektor.

Nach dem Beitrag der Europäischen Kommission wurde eine Plenardiskussion über die Faktoren, die die Qualität des Lehrens und Lernens in der Hochschulbildung und Forschung beeinflussen, in drei separaten Arbeitsgruppen organisiert. Diese Arbeitsgruppen diskutierten jeweils bestimmte identifizierte Massentrends, die das Lehren und Lernen in der Hochschulbildung beeinflussen, und wie die Hochschulen darauf reagieren können. Unter anderem wurden in diesen Break-Out-Sessions einflussreiche Entwicklungen wie sich verändernde Finanzierungsmodelle, Mobilitätsprogramme, Digitalisierung, akademische Freiheit, berufliche Entwicklung und der Status von Verträgen diskutiert.

Im Anschluss daran fand eine Diskussion über die Weiterentwicklung der ESSDE Working Group on Higher Education and Research statt. Vor allem das nächste gemeinsame ESSDE-Projekt zur Hochschulbildung für 2021 wurde von den anwesenden Mitgliedern diskutiert. Das Treffen schloss mit einem kurzen Überblick über die gemeinsame Stellungnahme von EGBW undEFEE zu HorizonEurope. Während festgestellt wurde, dass kein Konsens zwischen beiden Parteien gefunden werden kann, deutete der britische Vertreter von EFEE seinen Wunsch an, diese Initiative voranzutreiben, um dieses Förderprogramm direkter zu beeinflussen.


Für weitere Details kontaktieren Sie bitte isaline.ossieur@educationemployers.eu

©Featured Image: by Jacob Lund, thenounproject
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Paul George Trikot